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Bitburger Braugruppe GmbH / Brauerei Theobald Simon GmbH

Bitburger Braugruppe GmbH / Brauerei Theobald Simon GmbH

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Römermauer 3
Bitburg, 54634
Germany

06561-14-0

Year Established: 1817

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Die frühen Anfänge (1817-1876) Was sich im Laufe der Jahre zu einer der bedeutendsten Privatbrauereien Deutschlands entwickelte, begann im Jahre 1817 mit einer von Johann Peter Wallenborn errichteten Landbrauerei. Nach dessen Tod im Jahre 1839 übernahm zunächst seine Witwe Anna Katharina die gemeinsame Hausbrauerei. Doch als ihre Tochter Elisabeth 1842 Ludwig Bertrand Simon heiratete, übernahm er fortan die Geschicke der Brauerei und gründete im Stammhaus den Brauerei-Ausschank „Zum Simonbräu“. Dieses Lokal ist bis heute eine der bekanntesten kulinarischen Adressen in Bitburg. Die Eröffnung der Eisenbahnstrecke zwischen Trier und Köln im Jahre 1871 war für die noch kleine Brauerei ein wichtiger Schritt, denn neue Verkehrswege bedeuteten auch eine wirtschaftliche Entwicklung und Fortschritt. Per Bahn reiste das Bier fortan aus Bitburg ins Rheinland. Da der nächste Bahnhof jedoch in Erdorf gelegen war, mussten die rund sechs Kilometer auch weiterhin mit den Pferdefuhrwerken zurückgelegt werden. Erst viele Jahre später, im Jahre 1910, eröffnete die lang ersehnte Bahnstrecke Erdorf-Bitburg, was den Transport des Bieres deutlich vereinfachte. 1876 startete Theobald Simon erstmals sein Versandgeschäft, damit die Kunden ihr Bier nicht mehr mit Pferdewagen abholen mussten. Das Bitburger Fassbier wurde fortan mit Pferdefuhrwerken zu den Gasthäusern der Umgebung geliefert. Der Beginn der modernen Brauerei (1876-1945) Als Sohn von Ludwig Bertrand Simon entwickelte Theobald Simon erste Ideen zum weiteren Ausbau der Hausbrauerei und führte das Unternehmen ab 1876 als Alleininhaber. Mit gezielten Investitionen in neue Techniken modernisierte er die Brauerei und weitete 1879 das Versandgeschäft aus, um das Bier auch über die Stadtgrenzen Bitburgs hinaus bekannt zu machen. Anfang 1879 heiratete er Amalie Servatius, die ihm vier Kinder schenkte. 1877 betrug der Jahresausstoß der Brauerei zudem zum ersten Mal mehr als 1.000 Hektoliter – 14 Jahre später sollte sich dieser Wert bereits verzehnfacht haben. Einen weiteren Meilenstein bildete 1879 die Fertigstellung der neuen „Kunstkellerei“, in der das Bier das ganze Jahr über mit Natureis gekühlt werden konnte. Da es nun möglich war, untergäriges Bier zu brauen, wurde die Herstellung des obergärigen Bieres am 20. August 1879 eingestellt. Die untergärige Variante eignete sich durch ihre optimale Haltbarkeit besser für den Transport über lange Strecken. Da der Bierabsatz in den folgenden Jahren immer weiter anstieg, investierte das Unternehmen 1880 in einen neuen Braukessel, der am 15. April in Betrieb genommen wurde. Im gleichen Jahr wurde das Bitburger Bier erstmals auch in Flaschen abgefüllt und mit Korken verschlossen. Diese für den Heimgebrauch konzipierten Flaschen eröffneten dem Betrieb gänzlich neue Vertriebswege. Die Distribution wurde an zahlreiche selbstständige Vertreter abgegeben – die heutigen Getränkegroßfachhändler. Problematisch wurde es jedoch im Winter 1883/84, da aufgrund des milden Winters kaum Eis eingefahren werden konnte. Ersatz musste teuer eingekauft werden – eine lohnende Investition, denn Theobald Simon war der einzige Brauer rund um Trier, der auch im Sommer sein Bier in höchster Qualität verkaufen konnte. Die Modernisierung schreitet fort 1887 kaufte der Inhaber die erste Bierfilteranlage und erweiterte 1888 erneut die Lagerkapazität. Zwei Jahre später, im Jahre 1890, stellte Theobald Simon seine neue Dampfbrauerei fertig, in der alle Maschinen und Pumpen nun angetrieben werden konnten. 1893 fand in Chicago die Weltausstellung statt, die als internationale technische und kunsthandwerkliche Leistungsschau galt – Bitburger war in diesem Jahr auf einer Weltausstellung vertreten. Dank des technischen Fortschritts entwickelten sich in den folgenden Jahren auch die Möglichkeiten, Bier zu kühlen, schnell weiter. Bereits 1896 schaffte das Unternehmen eine zweite Dampfmaschine an, um den immer weiter steigenden Energiebedarf decken zu können. Diese Investition machte auch die Einführung der ersten Ammoniak-Kältemaschine möglich, die fortan zu jeder Jahreszeit eine minus zehn Grad kalte Salzsohle durch die Kühlrohre pumpte und die Gär- sowie Lagerkeller konstant kühl hielt. Im Jahre 1907 wurden Theobald Simons Söhne Josef und Bertrand zu Teilhabern der Brauerei. Zwei Jahre später wurde zudem der erste Tiefbrunnen auf dem Gelände der Bitburger Brauerei in Betrieb genommen – seit diesem Zeitpunkt wird das zum Brauen benötigte Wasser aus der unter der Stadt liegenden Triasmulde gewonnen. Als 1910 endlich die lang ersehnte Bahnstrecke zwischen Erdorf und Bitburg eröffnete, konnte die stetig wachsende Brauerei ihren Vertrieb bis in den Kölner und Aachener Raum ausweiten. Das Pilsener Urteil und die Folgen des Ersten Weltkriegs 1911 sahen sich die in Pilsen ansässigen Brauereien dazu veranlasst, gerichtlich dagegen vorzugehen, dass ein nicht in ihrer Stadt ansässiges Unternehmen sein Bier als „Pilsener“ vertrieb. Nachdem der Fall durch mehrere Instanzen ging, die den Pilsener Brauereien zunächst Recht gaben, hob das Reichsgericht in Leipzig den Beschluss 1913 auf – Bitburger durfte sein Bier weiterhin als „Simonbräu-Deutsch-Pilsener“ vertreiben und bereitete auch anderen Brauern so den Weg, ihr Bier mit der Sortenbezeichnung „Pilsener“ deklarieren zu dürfen. Um das eigene Bier in einem immer größeren Radius bekannt zu machen, schaffte das Bitburger Unternehmen 1914 einen Lastwagen an, der rein für den Transport des Bieres gedacht war. Nach und nach wurde dieser Fuhrpark weiter ausgebaut. 1917 wurde die Bitburger Brauerei fast unbemerkt 100 Jahre alt – in den Wirren des ersten Weltkriegs und aufgrund der Ressourcenknappheit war an eine ausschweifende Feier nicht zu denken. Um diesen Mangel an Rohstoffen auszugleichen, schaffte sich das Unternehmen 1918 eine Limonaden-Anlage an, die bereits im ersten Jahr 206.000 Flaschen der beliebten Brause-Limonade in den Sorten Zitrone und Himbeere verkaufte. Erst 1919 konnte die Brauerei seit Ausbruch des Ersten Weltkriegs wieder ein vollwertiges Pilsener nach bekanntem Rezept brauen und die Produktion wieder aufnehmen. Schon Theobald Simon wusste, dass sich eine hohe Qualität nur durch regelmäßige Kontrollen erzielen ließ. Daher richtete das Unternehmen 1921 ein für damalige Verhältnisse hochmodernes Brauerei-Labor ein, das das Bier fortan auf seine Qualität und seine Haltbarkeit prüfte. Theobald Simon wird Ehrenbürger der Stadt Bitburg Mit seinem kulinarischen Weitblick und seinen innovativen Ideen führte Theobald Simon die einst kleine Hausbrauerei zu großem Erfolg und machte sie weit über die Grenzen Bitburgs hinaus bekannt. Aufgrund seiner Hilfsbereitschaft und seines Engagements für seine Heimatstadt wurden ihm daher am 11. Mai 1922 die Ehrenbürgerrechte der Stadt Bitburg verliehen. Auch nach dem Tode Theobald Simons stand eine gegenseitige Fürsorge im Bitburger Unternehmen hoch im Kurs – so wurde 1925 zum ersten Mal ein Pensionsfonds eingerichtet, um die ehemaligen Mitarbeiter auch im Ruhestand abzusichern. Um die Klärung des Bieres und somit auch die Qualität weiter zu verbessern, entwickelte Bertrand Simon 1928 den sogenannten Simon-Späner, mit dem das reifende Bier mithilfe von Metallspänen geklärt wurde. In den folgenden Jahren weitete das stetig wachsende Unternehmen seine Werbeaktivitäten mit der Einführung des „Genießers“ und der Beschriftung eigener Gläser weiter aus. Mit Dr. Theobald Simon, Dr. Hanns Simon und Bert Simon, den drei Söhnen von Bertrand Simon, übernahm 1935 schließlich die fünfte Generation den Familienbetrieb. Kurze Zeit später verzeichnete das Unternehmen eine enorme Nachfrage und konnte 1938 die Absatzmarke von 100.000 Hektoliter pro Jahr überschreiten. Während des Zweiten Weltkrieges blieb auch die Bitburger Brauerei nicht von den zahlreichen Bomben verschont und verzeichnete schwere Schäden. Der Wiederaufbau nach Kriegsende (1945-1976) Nach Ende des Zweiten Weltkriegs trieben die drei geschäftsführenden Brüder den Neuaufbau der fast vollständig zerstörten Brauerei voran und bauten die alten Vertriebswege wieder auf – der bundesweiten Expansion stand nun nichts mehr im Wege. Bereits 1945 konnte nach Reparatur der Kühlanlage bereits wieder der erste Sud Dünnbier angesetzt werden. Vier Jahre später wurden die Flaschen erstmals mit einem Kronkorken verschlossen – ein Umstand, der nur der neuen manuell zu betätigenden Flaschenabfüllanlage zu verdanken war. Im Vergleich zum bisherigen Bügelverschluss ließen sich die Flaschen nun einfacher reinigen und das Bier blieb länger haltbar. Einen weiteren Meilenstein bildet die Einführung der bekannten 0,33-Liter Steinie-Mehrwegflasche Anfang der 50er Jahre – diese besser als „Stubbi“ bekannte Flasche genießt bis heute Kultstatus. 1955 wurde schließlich auch Bertrand Simon aufgrund seines umfangreichen Engagements zum Ehrenbürger der Stadt Bitburg ernannt. Da das Bitburger Unternehmen nach Kriegsende und dem Neuaufbau stark anwuchs, wurde bereits 1958 ein neues Sudhaus errichtet – genau dort, wo Johann Peter Wallenborn 1817 seine Hausbrauerei gegründet und den Grundstein für den weltweiten Erfolg gelegt hatte. Die Modernisierung des Betriebes schritt weiter fort – 1961 stellte Bitburger den Verladebetrieb für Flaschenbier nach und nach auf Paletten um. Zudem wurden die schweren Holzfässer im selben Jahr durch innovative Leichtmetallfässer ersetzt, was die Anlieferung erleichterte und die Frachtkosten senkte. Um das Bitburger Pils auch in entlegeneren Gebieten noch bekannter zu machen, richtete die Brauerei ab 1965 erste Spezialausschänken in attraktiven Innenstadtlagen ein, die mit ihrer hochwertigen Einrichtung einen einheitlichen Auftritt bei den Gastronomiepartnern garantierten und einem hohen Wiedererkennungswert dienten. Mit diesem neuen Konzept hob sich die Brauerei bundesweit von ihren Mitbewerbern ab. Mit dem Bau der neuen Braustätte in Süd legte das Unternehmen 1971 zudem den Grundstein für eine weitere große Expansion – 1973 erreichte der Jahresausstoß erstmals eine Million Hektoliter. Auch der Export wurde 1976 weiter ausgeweitet: neue Stützpunkte in Italien und den Niederlanden kamen hinzu. Dem weiteren Wachstum der Bitburger Brauerei stand nichts mehr im Wege. Erfolgreiche Jahre – die sechste Familiengeneration übernimmt (1976-2017) 1975 ging die Unternehmensführung an die sechste Familiengeneration über. Dr. Micheal Dietzsch – verheiratet mit Dr. Hanns Simons Tochter Christa – übernahm den Geschäftsbereich des Marketings und des Vertriebs, Dr. Axel Th. Simon führte als Sohn von Bert Simon fortan das Ressort Technik und Umwelt. Die Verantwortung für das Ressort Personal und Finanzen trug nun Dr. Dr. h.c. Thomas Niedwodniczanski, der seit 1960 mit Marie-Luise, der Tochter von Dr. Theobald Simon, verheiratet ist. Am neuen Standort in Süd errichteten sie eine der modernsten Braustätten Deutschlands und bauten den Vertrieb bundesweit aus. So konnten 1976 bereits die zweite Abfüllstraße in Süd in Betrieb genommen, neue Techniken erprobt und 1978 der erste Export in die USA verbucht werden. Im gleichen Jahr begannen zudem die Bauarbeiten für die Errichtung eines neuen Sudhauses am Produktionsstandort Süd. 1979 wurden auch Dr. Hanns Simon dank seines gesellschaftlichen und kulturellen Engagements die Ehrenbürgerrechte der Stadt Bitburg verliehen. Aus Pils wird Bitburger Premium Pils Einen weiteren Meilenstein der erfolgreichen Geschichte bildete 1982 der Zusatz „Premium“, den das Bitburger Pils fortan aufgrund seiner hohen Qualität und besonderen Bekanntheit tragen durfte. Mit dem weiteren Ausbau der Braustätte Süd konnte zudem ein weiteres Ziel erreicht werden: Im Jahre 1987 stieg Bitburger zur größten deutschen Biermarke auf. Um diesen großartigen Erfolg noch weiter auszubauen, investierte das Unternehmen 1990 in eine eigene Versuchsbrauerei, die bis heute neue Anlagen und Verfahren prüft, Rohstoffe untersucht sowie Produkte entwickelt und erprobt. Diese Versuchsbrauerei ist heute als Craftwerk Brewing bekannt. Mit der Einführung neuer Sorten wie Drive und Light 1992 stieg Bitburger zur Dachmarke auf und konnte seine Bekanntheit weiter ausbauen. 1992 erfolgte der nächste große Meilenstein: Mit rund 1.225.000 Hektolitern pro Jahr wurde die Bitburger Brauerei Deutschlands Fassbiermarke Nummer ein – ein Erfolg, der bis heute anhält. Noch immer ist Bitburger das meistgezapfte Bier an deutschen Theken. Mit der Einweihung einer eigenen Abwasserreinigungsanlage legte das Unternehmen 1996 einen weiteren wichtigen Grundstein für den heutigen Erfolg und wurde 1997 als umweltfreundlicher Betrieb ausgezeichnet. 2000 übernahm Matthäus Niewodniczanski die Geschäftsführung der Bitburger Holding und leitet seitdem die Geschicke der Brauerei. Neue Produkte wie Bitburger Radler, Bitburger 0,0% Alkoholfrei und Bitburger Fassbrause, innovative Kästen und eine hochmoderne Multipackanlage folgten in den darauffolgenden Jahren. Seit 2007 agieren die fünf Traditionsmarken Bitburger, König Pilsener, Köstritzer, Wernesgrüner und Licher vereint unter dem Dach der Bitburger Braugruppe GmbH. Gemeinsam stehen sie für Tradition, Handwerk, Qualität und Wissen – sie setzen erfolgreich fort, was Johann Peter Wallenborn 1817 einst begann. 2011 übernahm Bitburger zudem die Vertriebsrechte für das beliebte Benediktiner im Auftrag der Benediktiner Weißbräu GmbH und baute sein Sortiment weiter aus. Um der großen Nachfrage weiterhin gerecht zu werden, beschloss die Bitburger Brauerei 2016 den Bau einer neuen Flaschenabfüllanlage, welche in Rekordzeit – innerhalb von nur 75 Tagen – montiert und in Betrieb genommen wurde. Fortan können hier bis zu 50.000 Flaschen pro Stunde in bis zu vier verschiedenen Flaschenformaten abgefüllt werden. 200 Jahre Bitburger 200 Jahre Bitburger – 200 Jahre voller Tradition, Qualität und Handwerk. Um dieses Jubiläum gebührend zu feiern, veranstaltete die Bitburger Brauerei ein Jahr lang verschiedenste kulturelle und abwechslungsreiche Events für die Mitarbeiter und die Bürger der Großregion. Den Höhepunkt bildete dabei ein großes Jubiläumsfest auf dem Brauereigelände Süd, bei dem den Besuchern auf verschiedenen Bühnen ein spannendes und vielfältiges Programm geboten wurde. Auch einmalige Einblicke in die Produktion des beliebten Premium Pils waren an diesem Tag möglich. Mit dem limitierten Jubiläumsbier Bitburger 1817 bot die Brauerei ihren Kunden ein Jahr lang genussvolle Momente der Extraklasse.

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Most Drunk: Bitburger Festbier [1]
Highest Rated: Bitburger Premium Pils [3.272]
Most Reviewed: Bitburger Premium Pils [91]

Beers

Beer | Style | ABV Score
Bitburger Bit Sun
Pale Lager| 4.8 %
2.600 (2)
Bitburger Drive
Reduced Alcohol| -
2.442 (9)
Bitburger Festbier
Marzen / Oktoberfest| 6.2 %
3.075 (1)
Bitburger Light
Reduced Alcohol| 2.8 %
2.967 (3)
Bitburger Premium Pils
Bohemian / Czech Pilsener| 4.8 %
3.272 (91)
Bitburger Radler
Reduced Alcohol| 2.5 %
2.480 (2)

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